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Zum Hintergrund der Gründung
von seitenstark
Übereinkunft der Gründungsmitglieder
zu Motivation und Absicht
www.seitenstark.de
Arbeitsgemeinschaft
vernetzter Kinderseiten
Wir sind seitenstark und startklar -
Mit vereinten Kräften für die Kinder im Internet
1. Seitenstark: Der Hintergrund
Wir, die Anbieter der Kinderseiten der
Blinden Kuh, sowieso und Kidsville verfolgen seit
Jahren die gleichen Ziele. Bereits seit 1997 engagieren wir uns für Kinder
und angemessene Inhalte im Internet, leisten einen Beitrag zur Förderung
der Medienkompetenz und zum aktiven Jugendschutz. Begonnen haben wir mit
viel Idealismus und der Absicht, qualitativ hochwertige Kinderseiten anzubieten.
Schauen wir auf die gegenwärtige Situation,
so wurde bis heute für keine der Seiten eine finanzielle Basis geschaffen,
die die kleinen, aber leistungsfähigen Redaktionen unterstützt oder gar
trägt. Dennoch: es gibt uns weiterhin, weil uns gute Angebote für
Kinder im Netz mehr als wichtig sind.
Die Entwicklungen der letzten Zeit haben
gezeigt, dass diverse Internet-Angebote von heute auf morgen verschwunden
sind, meist aus wirtschaftlichen Gründen.
Damit die Kinderangebote sicher in die
Zukunft sehen können, versuchen wir fortan mit vereinten Kräften gemeinsam,
das Netz für Kinder aufrecht zu erhalten und zu stärken. Wir eifern dem
Ursprungsgedanken des Internets - ein vielfältiges und kooperatives Vernetzungsmedium
zu sein - nach.
Ab jetzt werden nicht nur Kräfte gebündelt,
sondern auch nach außen hin kenntlich gemacht. Wir arbeiten effizient und
bedarfsorientiert, nutzen unsere Kompetenzen und Chancen aktiv, erreichen
Synergieeffekte, um ein seitenstarkes und sicheres Internet für Kinder zu
bewahren.
Gesucht werden Förderer, Partner und Freunde,
die sich gemeinsam mit uns für den Erhalt und Ausbau der Kinderseiten
stark machen!
2. Nur wer sucht, der
findet!
Das Internetangebot für die Sieben- bis Zwölfjährigen
präsentiert sich auf den ersten Blick groß und bunt. Genaueres Hinsehen
schafft die ernüchternde Erkenntnis, dass wirklich gut besuchte, akzeptierte
Angebote und solche mit lebendiger Redaktion zur Seltenheit geworden sind.
Wenn sich Kinder auf die Reise durch das
Internet begeben, suchen sie spannende und interessante Angebote im Netz. Sie
wollen Unterhaltung und virtuelle Spielplätze zum Austoben und Möglichkeiten,
um ihre Meinung zu äußern. Dabei stoßen sie auch auf Seiten für
Erwachsene, weichen auf die oft ungeeignete Internet-Erwachsenenwelt aus,
weil sie dort zu finden hoffen, was in der Kinder-Internetwelt fehlt. Die
Kinder, die sich hier „verlieren“, müssen aufgefangen werden. Dies kann
nur über kindgerechte Angebote passieren, die für jeden Geschmack und jedes
Bedürfnis etwas bieten. Daher kann ein Einzel-Angebot nie das bewirken, was
ein inhaltsreicher und dezentraler Verbund erreicht. Ein einzelnes Angebot
kann und darf nicht die gesamte Surfwelt der Kinder darstellen. Erst mehrere
Websites bilden das kindgerechte Internet für Kinder.
Nur so macht das Internet für Kinder Sinn,
schafft vernünftige Zusammenhänge, vermittelt Internetkompetenz, fördert
interkulturelles und politisches Engagement und ist aktiver Jugendschutz.
Wer sucht, der findet solche Kinderseiten,
und das sind z.B. die Suchmaschine Blinde Kuh, die Nachrichtenseite
sowieso oder die Mitmachstadt Kidsville.
Jahrelange Erfahrung und reger interaktiver
Austausch mit der Zielgruppe haben uns darin bestätigt, dass es sich lohnt,
sich für das Internet für Kinder zu engagieren.
Kinder werden auf unseren Seiten ernst
genommen und kommen zu Wort. Sie beteiligen sich, tauschen sich aus, finden
Hilfestellung und Ansprechpartner für kleine und große Sorgen, spielen,
gestalten mit und lernen so das Internet von seiner besten Seite kennen
und nutzen.
Kinder müssen in der virtuellen Welt auch
weiterhin Anlaufstellen und Treffpunkte finden, ein „virtuelles Zuhause“.
3. Kompetenz und Ausdauer
sind förderungswürdig
Nach dem großen „Seitensterben“ und den
schlechten Internet-Prognosen der letzten Zeit konnten wir, die Gründungsmitglieder
von seitenstark, als engagierte und kleine Teams mit der desillusionierenden
Situation umgehen und flexibel reagieren – wir haben überlebt.
Nach jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit
ist eine Änderung der Blickrichtung überfällig. Wir schauen über den Tellerrand,
finden Gleichgesinnte, verbünden uns und melden uns zu Wort. Die Resonanz
der Kinder ist sehr positiv. Unsere Angebote sind preiswürdig und erfolgreich.
Bis auf die Tatsache, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt keine unserer Seiten
finanzielle Sicherheit hat, um das nicht-kommerzielle Netz für Kinder
zu erhalten und auszubauen.
Unsere Arbeit, auf die Bedürfnisse der
Kinder zu reagieren und ihnen im weltweiten Computernetz ein "Zuhause"
zu bieten, kann nicht länger allein durch Engagement erfolgen. Es muss
darum gehen, das Netz für Kinder auszubauen und zu stützen, um ihnen die
positiven Seiten des Internets zeigen zu können.
Wir, die wir den sinnvollen Umgang mit
dem Internet erfolgreich vermitteln und den Kindern damit eine wesentliche
Schlüsselqualifikation für die Wissensgesellschaft mit auf den Weg geben,
wollen gemeinsam das Rückgrat für ein gutes und vielfältiges Internet
für Kinder stellen. Dazu ist seitenstark grundsätzlich offen für
alle, die unser Anliegen unterstützen möchten. --> Mitmachen
Mit dem Zusammenschluss „seitenstark“ demonstrieren
wir den Willen, weiter an unserem Ziel zu arbeiten, das Internet für Kinder
zu erhalten - so bunt und energisch wie möglich! Die Basis ist geschaffen,
die inhaltlichen und redaktionellen Strukturen haben sich bewährt.
Die Wege sind geebnet, die Straßen müssen
weiter ausgebaut werden...
4. Jugendschutz ist auf
Inhalte angewiesen
Internet für Kinder macht Sinn, wenn sie
ihre Erfahrungswelt in den Angeboten wiederentdecken und durch sie bereichert
werden. Dadurch entsteht ihre eigene Surfwelt.
Besonderes Augenmerk müssen wir auf das
Nutzerverhalten der Kinder richten. Denn ein Großteil ihrer Interessen
spielt sich naturgemäß nicht auf den Kinderseiten ab, sondern auf Seiten,
die nicht speziell für Kinder konzipiert wurden (Reiz des Verbotenen;
Einblick in die Erwachsenenwelt). Kinder weichen aus, um das gesamte „echte“
Internet zu entdecken. Das lässt sich nicht verhindern, muss aber bei
der strategischen Weiterentwicklung beachtet werden und spricht für eine
Vernetzung der Kinder- und Jugendseiten im Internet.
Das Internet hat dunkle Seiten, das ist
unbestritten. Filter allein stellen da keine Lösung dar, insbesondere
nicht im derzeitigen Entwicklungsstadium der Filtertechnologie. Filter
sind mechanische und automatisierte Verfahren, die dem pädagogischen Anspruch
der Medienkompetenz nicht gerecht werden können. Sie ersetzen keine Erziehungsberechtigten,
entbinden niemanden von seiner Aufsichtspflicht und ersetzen erst recht
keine Redaktion. Filter dienen allenfalls ergänzend zu sinnvollen Internet-Angeboten
für Kinder.
Damit die Kinder nicht zwischen den Kinderseiten
verloren gehen und immer wieder zu ihren selbsterklärten Lieblingsseiten
zurück finden, arbeiten wir gemeinsam für den Erhalt der vorhandenen Kinderseitenlandschaft.
Sie stellt zur Zeit den realen und aktiven Jugendschutz im deutschsprachigen
Internet dar.
5. Gemeinsame Vielfalt
- kein Widerspruch!
Nach den ersten Schritten im Alleingang
sind wir heute davon überzeugt, dass gerade die Vielfalt unserer Angebote
die ideale Basis für eine Vernetzung der Kinderseitenlandschaft bietet,
in der wir gemeinsam unsere Ziele (weiter)realisieren können. Internet
ist dezentral. Es geht nicht darum, alles einem gemeinsamen Großen zu
unterstellen und anzupassen. Die Bandbreite und die Eigenheiten der einzelnen
Angebote sollen erhalten bleiben und werden weiter ausgebaut.
Konzeptionelle
Verbundenheit
Unsere Kinderseiten, haben konzeptionell gemeinsam, dass wir
- dafür einstehen, die bunte Mischung und Vielfalt
des Internets zu erhalten;
- zum aktiven Jugendschutz im Internet beitragen;
- Kindern eine positive Mediensozialisation ermöglichen;
- Kindern ein virtuelles Zuhause bieten, das sie annehmen,
schätzen und nutzen;
- Kinder ernst nehmen, ihnen Orientierung und Antworten
auf ihre Fragen und Bedürfnisse geben;
- Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation fördern.
Strukturelle
Verbundenheit
Organisatorisch und strukturell ist uns gemeinsam, dass
- wir als Anbieter bis heute privat investiert haben
oder mit minimalen Etats auskommen müssen;
- wir keine kommerziellen
Interessen verfolgen;
- wir versuchen, Staat und Wirtschaft davon zu überzeugen,
dass bereits mit vergleichsweise einfachen Mitteln der Fortbestand des
Internet für Kinder gesichert wäre und die Investition in die Zukunft
der Kinder eine lohnende ist;
- unsere Kinderseitenlandschaft nur Bestand haben kann,
wenn sie zukünftig auch durch externe Finanzierung getragen wird.
Diese gemeinsame Vielfalt kann so
nicht weitergeführt werden und braucht ein sicheres Standbein. Wir sind
professionell und wollen auch so wahrgenommen werden.
6. Prämissen unserer Arbeitsgemeinschaft
der Kinderseiten
-
Wir bieten weiterhin
ein medienpädagogisch wertvolles Internet.
-
Wir stärken Kinder im
sicheren Umgang mit dem Internet.
-
Wir vermitteln Medienkompetenz
in ihren vier Dimensionen (Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung,
Medienkritik).
-
Unsere Angebote sind handlungsorientiert
und partizipativ.
-
Wir grenzen keinen Schonraum
Internet ab und stellen uns problematischen Aspekten.
-
Wir sind dezentral und
wenden uns gegen Monopolisierung im Internet.
-
Wir bleiben kindgerecht,
bedürfnisorientiert und beziehen die kindliche Lebenswirklichkeit
mit ein.
-
Wir sehen Kinder als
selbständig handelnde Subjekte und nicht als passive Konsumenten,
nehmen sie ernst und agieren partnerschaftlich.
-
Wir bieten aktiven Jugendschutz
über einen inhaltlichen Ansatz.
-
Wir grenzen uns von
denen ab, die den Profit und das Prestige über die Bedürfnisse der
Kinder stellen.
7. Forderung
Die schmal besetzten ehrenamtlichen Redaktionen
haben sich mit viel Kraft und wenig freien Kapazitäten behauptet und sind
ab jetzt im Verbund organisiert. Ausschließlich Eigeninitiative, ehrenamtliches
Engagement und private Mittel der Redaktionen sind zukünftig nicht mehr
tragbar.
Mit unserem Zusammenschluss ist der Grundstein
gelegt, damit die deutschsprachige Kinderseitenlandschaft beachtet, gefördert
und ausgebaut werden kann.
Wir stehen mit unserer gemeinsamen Zielvereinbarung
zum Recht und Schutz der Kinder ein, damit ihnen das Internet als positives
Medium erhalten bleibt. Denn es geht um die Kinder, sie haben ein Anrecht
auf ihren eigenen Raum zur Entfaltung im Internet.
Unser Zusammenschluss seitenstark.de -
Arbeitsgemeinschaft vernetzter Kinderseiten demonstriert den Willen und
die Absicht zur Bestandssicherung einzelner, professioneller, akzeptierter,
aber nicht finanzierter Kinderseiten im Internet.
Wir müssen die Verantwortung für die Qualität
der Kinderseiten im deutschen Internet gemeinsam übernehmen. Gemeinsam
bedeutet vernetzt mit anderen Anbietern von Kinderseiten, die die beschriebenen
Kriterien erfüllen.
Gemeinsam bedeutet an dieser Stelle auch mit externer Förderung und Partnern,
die bereit sind, sich für diesen wichtigen Bereich verantwortlich zu zeigen.
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