Blick in die Geschichte
Der portugiesische Fußballverband „Federacao Portuguesa de Futbol“ (FPF) wurde bereit 1914 gegründet. Das erste Spiel der Auswahl ging 1921 gegen Spanien mit 1:3 verloren. 1923 trat man der FIFA bei. Es folgte eine lange Durststrecke. Bis 1966 konnte sich Portugal für keine Endrunde einer Weltmeisterschaft qualifizieren. Bei der ersten der insgesamt vier Teilnahmen konnte das Team mit Starspieler Eusebio, der mit neun Treffern Torschützenkönig wurde, 1966 auf Anhieb den dritten Platz erreichen. Bei der WM 2006 in Deutschland schafften sie es auf Platz vier.
Ohne Titel in der Top Ten
Auch bis zur ersten Teilnahme an Europameisterschaften dauerte es lange. Erst 1984 erreichte man die Endrunde. Das bislang beste Ergebnis erzielte das Team 2004, als es im eigenen Land Vizeeuropameister wurde. Damals musste man sich im Finale 0:1 gegen Griechenland geschlagen geben.
Seit Ende der 90er Jahre zählt Portugal zu den besten Teams der Welt, und ist derzeit in der FIFA-Rangliste auf Platz 9, obwohl man noch nie einen Titel gewinnen konnte. Von 1991 bis 2006 bestritt Luis Figo mit 127 Matches die meisten Länderspiele für Portugal. Toptorjäger ist Pauleta, der von 1997 bis 2006 47 Treffer erzielte.
Vorbildliche Nachwuchsförderung
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der portugiesischen Nationalelf in den letzten Jahren ist die exzellente Jugendarbeit. Die Jugendnationalmannschaften haben bereit weit mehr Titel geholt als ihre erwachsenen Vorbilder. Die U20-Nationalmannschaft ist bereits zwei mal Weltmeister geworden. U18, U17 und U16 konnten zusammen schon sieben Mal Europameister werden. Diese Spieler steigen als Profis in die Herren-Nationalmannschaft auf.
Die 1. Portugiesische Profiliga ist die SuperLiga und besteht seit 1935. 16 Teams kämpfen in ihr um den Titel des portugiesischen Fußballmeisters. Amtierender Meister ist der FC Porto. Die meisten Meisterschaften hat bisher mit 31 Titeln Benfica Lissabon erreicht.
Die Mannschaft
Trainer der Nationalmannschaft ist seit 2004 der Brasilianer Luiz Felipe Scolari, der schon die brasilianische Auswahl zum WM-Titel geführt hat. Da in Brasilien ebenfalls portugiesisch gesprochen wird, hat Scolari keine Probleme sich mit seiner Mannschaft zu verständigen. Nach dem Abtritt der „Goldenen Generation“, die 1989 und 1991 U20-Weltmeister wurde, sind nun mehr junge Spieler in die Nationalmannschaft gerückt.
Einige Spieler spielen in der portugiesischen Liga, wie Torjäger Ricardo Quaresma (FC Porto). Daneben sind viele Akteure im Ausland tätig, vor allem in Spanien, wie Deco (FC Barcelona). Drei Spieler verdienen ihr Geld bei deutschen Clubs, darunter Hugo Almeida von Werder Bremen. Kapitän des Teams ist Cristiano Ronaldo, der bei Manchester United unter Vertrag steht. Mit dieser Mannschaft wollen die Portugiesen nun endlich ihren ersten Titel nach Hause holen.

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