Heftige Vorwürfe gegen Sportschuhfabrikanten
Adidas, Nike, Puma und andere Hersteller von Sportschuhen und Sportkleidung lassen die Produkte, die sie verkaufen, unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen herstellen. Diesen Vorwurf erhebt das Bündnis Play Fair Alliance. Von jedem Schuh und jedem T-Shirt bleibt nur ein Prozent des Verkaufspreises für die Arbeiter übrig. Bei Schuhen für 100 Euro wäre das gerade mal ein Euro.
Grundlage der Vorwürfe ist die Befragung von 320 Arbeiterinnen und Arbeitern in China, Indien, Thailand und Indonesien. Sie arbeiten alle für große Sportartikelhersteller und haben viele Vorwürfe gegen ihre Arbeitgeber.
So werden die Löhne oft mit großer Verspätung ausgezahlt. Die Löhne sind so gering, dass sie nicht einmal zum Nötigsten reichen. In China wird in einer Firma, die Adidas, Puma und Nike beliefert, zum Beispiel nur die Hälfte des von der chinesischen Regierung vorgeschriebenen Mindestlohns bezahlt.
Außerdem werden die Arbeiterinnen und Arbeiter kurz vor der EM und vor den Olympischen Spielen unter Druck gesetzt. Sie müssen zehn Stunden arbeiten, haben keine Mittagspause und dürfen oft nicht einmal auf die Toilette gehen. Das alles nur, damit möglichst viele T-Shirts und Schuhe produziert werden.
Das Bündnis Play Fair Alliance, zu dem sich verschiedene Gruppen aus Deutschland und Österreich zusammengeschlossen haben, fordert die Sportartikelfirmen auf, endlich die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Firmen weisen die Vorwürfe zurück. Allerdings gab Adidas zu, dass die Löhne oft noch zu niedrig seien.







