1972 war es endlich soweit: Ein deutsches Team, die BRD, qualifizierte sich erstmals für die Endrunde der Fußball-Europameisterschaft. Die DDR schied bereits in der Vorrunde aus: In einer Gruppe mit Jugoslawien, Niederlande und Luxemburg reichte es nur zum dritten Platz.
Die BRD hingegen setzte sich gegen Polen, die Türkei und Albanien durch: Vier Siege und zwei Unentschieden führten auf den ersten Platz. Im Viertelfinale kam es dann zum Duell mit England. Deutschland gewann das Hinspiel im Wembleystadion (London) 3:1, das Rückspiel endete torlos.
Teilnehmer der Endrunde in Italien
Belgien, BRD, Sowjetunion, Ungarn
Halbfinale
Ungarn - Sowjetunion 0:1 (14. Juni 1972 in Brüssel)
Tore: 1:0 Konkow (53.)
Belgien - BRD 1:2 (14. Juni 1972 in Antwerpen)
Tore: 0:1 Müller (24.), 0:2 Müller (71.), 1:2 Polleunis (83.)
Kleines Finale: Spiel um Platz 3
Ungarn - Belgien 1:2 (17. Juni 1972 in Lüttich)
Tore: 0:1 Lambert (24.), 0:2 van Himst (29.), 1:2 Kü (52.)
Finale
BRD - Sowjetunion 3:0 (18. Juni 1972 in Brüssel)
Tore: 1:0 Müller (28.), 2:0 Wimmer (52.), 3:0 Müller (57.)
Geschichten zur EM
Kaum Zuschauer
1.700 Zuschauer verloren sich im Brüsseler Astridpark, als im Halbfinale die Sowjetunion auf Ungarn traf. Die Spiele der Vorrunde waren relativ gut besucht, weshalb das geringe Interesse an diesem entscheidenden Spiel doch sehr überraschte.
Deutscher Traumfußball
"Traumfußball aus dem Jahre 2000!", schwärmte der belgische Nationalspieler Paul van Himst nach dem Endspiel vom Spiel der deutschen Nationalmannschaft. Eine englische Zeitung bezeichnete die deutsche Mannschaft als das beste Fußballteam Europas.
Tatsächlich gilt diese Mannschaft bis heute als die spielerisch beste deutsche Mannschaft. Viele Namen sind bis heute bekannt: Sepp Maier, Horst-Dieter Höttges, Paul Breitner, Franz Beckenbauer, Georg Schwarzenbeck (genannt "Katsche"), Herbert Wimmer, Uli Hoeneß, Günter Netzer, Gerd Müller, Erwin Kremers.







